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Die Wattwanderung

Mein letztes aktives Lagerleiterjahr vor 2009 war in 1999. Damals :-)) sind wir barfuss ins Watt gelaufen, selbst bis zu den Muschelbänken. Daran ist heute kein Denken mehr. Einige Schnittwunden und Kratzer an den Füßen haben mich in die Wirklichkeit zurückgeholt! Nach Rücksprache mit unserem Wattführer haben wir schnell die Ursache dafür gefunden! Vor ca. 15 Jahren wurde versucht an der französischen Küste japanische Austern anzusiedeln. Dort hat es leider nicht geklappt. Die Muschellarven jedoch sind durch Meeresströmungen in das deutsche und niederländischen Wattgebiet gelangt. Hier haben sie für sich eine perfekte Lebensumgebung gefunden und vermehren sich nun explosionsartig. Leider verdrängen die Austern unsere heimische Miesmuschel, die wir fast nicht mehr gefunden haben. Aber der größte Nachteil der Austern ist ihre Schale. Die ist so scharfkantig das man nicht mehr ohne feste Schuhe ins Watt kann. Zudem können die Austern auch zusammenwachsen, dh. 20 oder mehr Austern bilden einen dicken Austernblock der dann noch halb im Watt versteckt ist. Es gibt aber einen Trost: In Knoblauch gebraten schmecken sie sehr gut :-))

Austern ineiner Hand Eine Krabbe

Also wer mit ins Watt möchte, muss feste Schuhe anhaben. Letztes Jahr hatten einige Turnschuhe, für 3,50 Euro, nur für diesen Zweck gekauft. Mit Badeschlappen oder Schuhen die nicht fest am Fuß sitzen kann man leider nicht mit ins Watt. Wer sich ein wenig für Natur interessiert und das Watt mit einem Führer erleben möchte, sollte die Wattwanderung nicht verpassen